Mitarbeitende sortieren auf einem Förderband händisch Haushaltsbatterien nach Chemie und Bauform, um Rohstoffe wie Eisen, Zink oder Nickel zurückzugewinnen (c) 2026, Saubermacher, Erwin Scheriau
23. Feber 2026

Haushaltsbatterien richtig entsorgen

In Batterien stecken wertvolle Rohstoffe, die wiederverwertet werden können – vorausgesetzt, sie werden korrekt entsorgt. In der Praxis zeigt sich jedoch täglich: Kleine Fehlwürfe und gut gemeinte Handgriffe erschweren die Arbeit in der Batteriesortierung erheblich und können sogar gefährlich werden. Wir haben mit einem Mitarbeiter der Batteriesortieranlage gesprochen, der täglich mit den angelieferten Haushaltsbatterien arbeitet.

Was passiert mit den Batterien nach der Abgabe im ASZ oder in der Sammelbox?

In der Sortieranlage gehen täglich 15 bis 20 Tonnen Haushaltsbatterien ein. Die Batterien werden händisch und maschinell nach Chemie und Bauform getrennt, damit wertvolle Rohstoffe wie Eisen, Zink, Mangan oder Nickel wiederverwertet werden können. Damit dieser Prozess effizient und sicher funktioniert, ist eine saubere Sammlung entscheidend.

Was sind typische Fehlwürfe bzw. was hat zwischen den Batterien nichts verloren?

Was in den Sammelboxen landet, überrascht selbst erfahrene Mitarbeitende immer wieder. Neben Batterien finden sich z. B. elektrische Zahnbürsten, Elektrokleingeräte, alte Handys, Glühbirnen, Altmedikamente, Taschenrechner, Druckerpatronen und vieles mehr. Aber auch medizinische Spritzen, Rechnungen oder mit Batterien gefüllte Säcke sind darunter. Besonders problematisch: spitze Gegenstände und Glas.

Warum sind solche Fehlwürfe gefährlich?

Die Batterien werden unter anderem händisch sortiert. Dabei greifen Mitarbeitende laufend in das Sammelmaterial. Spritzen können selbst durch Handschuhe stechen und zu Infektionen führen. Papier oder Rechnungen zwischen den Batterien erhöhen die Brandgefahr. Nicht korrekt abgeklebte Batteriepole können Funken oder Stichflammen verursachen.

Solche Situationen kommen nicht selten vor. Das Sortier-Team arbeitet daher mit besonderer Schutzkleidung, hoher Aufmerksamkeit und viel Routine – dennoch ließen sich viele Risiken durch korrekte Sammlung vermeiden.

Mitarbeiter in Schutzkleidung klebt bei einer Haushaltsbatterie nur die Pole mit einem kleinen Stück Klebeband ab, um Funkenbildung und Brandgefahr in der Batteriesortierung zu vermeiden (c) 2026, Saubermacher
Schon ein kleines Stück Klebeband über den Polen reicht aus, um Kurzschlüsse und Funkenbildung wirksam zu verhindern. Wer Batterien nicht vollständig einwickelt, erleichtert zudem die sichere und effiziente Sortierung in der Anlage.

Wie werden die Pole von Batterien richtig abgeklebt?

Lithiumhaltige Batterien werden oft vollständig mit Klebeband eingewickelt, um sie „sicher“ zu entsorgen. Stark verklebte Batterien erschweren jedoch die Erkennung des Batterietyps und damit die richtige Sortierung. Außerdem müssen die Klebebänder mit einem scharfen Messer entfernt werden – das ist zeitaufwändig und gefährlich.

So kleben Sie Batterien richtig und sicher ab:

  • Es reicht völlig aus, nur die Pole abzukleben
  • Das Klebeband sollte so klein wie möglich sein

Was kann jeder einzelne konkret beitragen?

Mit diesen Tipps erleichtern wir die Arbeit in der Batteriesortierung deutlich:

  • Wirklich nur Batterien in die Sammelbox werfen
  • Batterien ohne Plastiksack, Glas oder Behälter einwerfen
  • Keine Taschentücher, Papier oder Verpackungen mitentsorgen
  • Wenn nötig, nur die Pole abkleben

Die Arbeit in der Batteriesortierung ist ein zentraler Baustein der Kreislaufwirtschaft: Nur durch die saubere Trennung können wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und wiederverwertet werden. Sie haben Fragen zur Batteriesammlung und/oder Batteriesortierung? Unser Kundenservice freut sich auf Ihre Anfrage.