
„Kärntner Klimahelden“: Initiativtag würdigt Einsatz für Umwelt und kommende Generationen
25-jährige Erfolgsgeschichte in der Daseinsvorsorge
Als die Stadt Villach und Saubermacher im Jahr 2001 ihre Zusammenarbeit starteten, war das Ziel, kommunale Verantwortung und das Know-how der privaten Abfall- und Recyclingwirtschaft zu vereinen. Für eine Stadt mit damals rund 57.500 Einwohner:innen war das ein wegweisender Schritt, der weit über die Region hinaus Beachtung fand. Heute gilt die Partnerschaft als Vorzeigemodell für die erfolgreiche Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft. Rund 90 Mitarbeiter:innen und 45 Spezialfahrzeuge, darunter auch ein Elektro-LKW, sorgen dafür, dass Bürger:innen und Unternehmen auf eine zuverlässige Entsorgung vertrauen können. Seit der Gründung hat sich das Unternehmen wirtschaftlich mehr als verdreifacht und gleichzeitig sein Leistungsangebot kontinuierlich erweitert. Das Spektrum reicht vom Betrieb des Recycling- und Altstoffsammelzentrums über Kanalreinigung bis hin zu Eventservices. Aus einer regionalen Entsorgungspartnerschaft entwickelte sich ein vielseitiger Dienstleister für Kommunen, Unternehmen und Veranstalter.
Ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Unternehmens war die Modernisierung und Erweiterung des Standortes in der Drauwinkelstraße. Nach dem Spatenstich im Jahr 2021 entstanden eine neue Umladestation mit modernem Brandschutz, zusätzliche Lagerkapazitäten, eine Doppel-Brückenwaage sowie erweiterte Büroflächen. Heute vereint der Standort kommunale und gewerbliche Entsorgungsleistungen an einem Ort und schafft damit optimale Voraussetzungen für Bürger:innen und Unternehmen.
Millionenfache Mobilisierung
Mehr als drei Millionen Menschen folgen seinen Aktivitäten auf TikTok, eine Community aus über 30 Ländern engagiert sich bei Müllsammelaktionen und Umweltprojekten: Mit Felix Krainer wurde im Rahmen des Initiativtages ein junger Kärntner als „Held des Klimaschutzes“ ausgezeichnet, der Menschen weit über die Landesgrenzen hinaus begeistert. Der 25-Jährige gründete im Jahr 2022 die internationale Bewegung Planet Matters, nachdem er schon während seiner Schulzeit an der Handelsakademie Klagenfurt Geld mit Social-Media-Aktivitäten verdiente. Da er die zunehmende Vermüllung von Natur- und Erholungsräumen nicht länger hinnehmen wollte, war es sein Ziel, Menschen dazu zu motivieren, selbst aktiv zu werden und Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen. Gleichzeitig sollte die Initiative dazu anregen, den Umgang mit Ressourcen und den gesamten Müllkreislauf neu zu denken. Nach vier Jahren Aufbau wurde die von ihm gegründete Bewegung heuer in die internationale Organisation River Cleanup eingebracht. Die aufgebaute Community, Partnerschaften und Technologien sollen künftig als Teil von River Cleanup dazu beitragen, Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung weltweit weiter auszubauen.
Die mit einem Preisgeld von 3.000 Euro dotierte Auszeichnung als „Held des Klimaschutzes“ wurde im Jahr 2021 von Saubermacher Gründer Hans Roth ins Leben gerufen und in diesem Jahr bereits zum dritten Mal vergeben. Sie richtet sich an Privatpersonen, Vereine oder Unternehmen, die wichtige und außergewöhnliche Beiträge zum Klimaschutz leisten. Felix Krainer reiht sich in die Reihe bisheriger Preisträger:innen wie dem Grazer Umweltaktivisten Severin Pock und dem Cleanup-Verein Reefvillage ein.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Der „Initiativtag Kärntner Klimahelden“ machte sichtbar, dass erfolgreiche Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen viele Gesichter haben. Sie entstehen dort, wo engagierte Menschen, innovative Unternehmen sowie starke Partner aus Politik und Gesellschaft Verantwortung übernehmen und gemeinsam handeln. Die 25-jährige Erfolgsgeschichte des Villacher Saubermachers und das Engagement von Felix Krainer beweisen, dass nachhaltige Veränderungen dort entstehen, wo Menschen Verantwortung übernehmen – regional verankert und mit Wirkung weit über Kärnten hinaus. Praktisch erlebbar wurde das beim Initiativtag auch durch rund 45 Villacher Schüler:innen, die gemeinsam mit Klimaheld Felix Krainer Projekte zu Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft präsentierten. Sie zeigten, dass Umweltschutz generationenübergreifend gedacht und gelebt werden muss.
Marika Lagger-Pöllinger, Umweltlandesrätin: „Umwelt- und Klimaschutz beginnt im Alltag und lebt vom Engagement vieler Menschen. Besonders junge Menschen zeigen, wie viel bewegt werden kann, wenn Ideen, Begeisterung und Verantwortungsbewusstsein zusammenkommen.“
Günther Albel, Bürgermeister Stadt Villach: „Die Partnerschaft zwischen der Stadt Villach und Saubermacher zeigt seit 25 Jahren, wie erfolgreich öffentliche Hand und Privatwirtschaft zusammenarbeiten können. Gemeinsam haben wir die Abfallwirtschaft kontinuierlich weiterentwickelt und wichtige Investitionen für Bürger:innen sowie die heimische Wirtschaft umgesetzt. So schaffen wir moderne Services für alle Villacher:innen und sichern gleichzeitig viele Arbeitsplätze in der Region.“
Hans Roth, Saubermacher Gründer: „Eine lebenswerte Umwelt entsteht dort, wo Menschen bereit sind zu handeln. Vor 25 Jahren haben die Stadt Villach und Saubermacher gemeinsam Verantwortung übernommen und gezeigt, was durch partnerschaftliches Handeln möglich ist. Felix Krainer beweist heute, wie viel bewegt werden kann, wenn das eigene Engagement andere Menschen inspiriert. Genau solche Vorbilder brauchen wir, um Umwelt- und Klimaschutz nachhaltig voranzubringen.“
Felix Krainer, Gründer Planet Matters und „Held des Klimaschutzes“: „Die Auszeichnung als ‚Held des Klimaschutzes‘ durch unseren geschätzten Partner Saubermacher ist für mich eine Ehre – und das besonders hier in Kärnten, wo alles begonnen hat. Mit Planet Matters wollte ich von Anfang an zeigen, dass Engagement für die Umwelt Menschen hinter einer gemeinsamen Mission verbindet, motiviert und ihnen ein gutes Gefühl gibt. Daraus ist Stück für Stück eine internationale Bewegung entstanden. Mein Antrieb bleibt derselbe: Menschen ins Handeln zu bringen und zu zeigen, dass jede:r Einzelne es auf seine Weise in der Hand hat, einen Unterschied für eine lebenswerte Umwelt zu machen.“
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