Vertreter vor einem E-POWER-Lkw von Saubermacher mit Symbolen für Elektromobilität und 100 Prozent elektrischen Betrieb. © Saubermacher/eap.at
6. Juli 2026

Mehr Power für Wien: Saubermacher baut Ladeinfrastruktur für E-LKW in Oberlaa aus

Mit Unterstützung des Mobilitätsministers Peter Hanke hat Saubermacher am Unternehmensstandort Wien-Oberlaa zehn neue Ladepunkte für schwere Nutzfahrzeuge errichtet. Insgesamt stehen dort künftig 24 Ladepunkte zur Verfügung. Der Ausbau schafft die Voraussetzungen für die Erweiterung der E-LKW-Flotte des Unternehmens. Aktuell sind für Saubermacher 19 E-LKW österreichweit im Einsatz, bis Jahresende sollen es bereits 21 sein. Die neuen Ladepunkte wurden im Zuge eines Besuchs des Mobilitätsministers am Vormittag offiziell in Betrieb genommen.

Wien zählt zu den wichtigsten Einsatzgebieten der E-LKW-Flotte von Saubermacher. Mit der Errichtung von zehn neuen Ladepunkten baut Saubermacher den Standort Wien-Oberlaa als Drehscheibe für elektrische Entsorgungslogistik weiter aus. Die 24 Ladepunkte teilen sich auf in 20 DC-Ladepunkte sowie 4 AC-Ladepunkte. Während AC-Laden mit Wechselstrom vor allem für E-PKW mit geringerer Ladeleistung geeignet ist, ermöglicht DC-Laden mit Gleichstrom eine Ladeleistung bis zu 400 kW und ist damit besonders relevant für schwere Nutzfahrzeuge im täglichen Einsatz. Die Inbetriebnahme markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg, den Einsatz von E-LKW im Abfalltransport weiter zu forcieren und Logistikketten in der Abfallwirtschaft schrittweise ressourcenschonender zu gestalten.

Elektrifizierung auf der Straße und am Standort

Österreichweit sind derzeit 19 E-LKW für Saubermacher im Einsatz, in der Stadt Wien sind es aktuell neun. 2025 legten die E-LKW alleine in Wien über 100.000 Kilometer zurück. Gerade im städtischen Raum profitieren Kund:innen und Bevölkerung von E-LKW. Sie verursachen im Betrieb keine direkten Abgasemissionen, durch elektrische Aufbauten und Antriebe wird zudem die Lärmbelastung bei der Sammlung stark reduziert. Neben der Errichtung neuer Ladeinfrastruktur ist auch deren Energieversorgung Teil der Gesamtstrategie von Saubermacher. Für die E-LKW-Flotte wurden 2025 insgesamt rund 280.000 kWh Ladestrom eingesetzt. Im selben Jahr wurden mit PV-Modulen bereits 1.865.000 kWh erneuerbarer Strom erzeugt, der für Ladeinfrastruktur und Standorte genutzt wurde. Seit Inbetriebnahme des ersten E-LKW im Jahr 2023 bis Mai 2026 wurden 616.000 kWh Ladestrom vertankt und damit 135.000 Liter Diesel eingespart. Der Eigenstromanteil liegt aktuell bei rund 15 Prozent und soll bis zum Jahr 2030 auf 30 Prozent erhöht werden.

Förderungen schaffen Wirkung

Der Ausbau in Wien-Oberlaa zeigt, dass der Umstieg auf elektrische Entsorgungslogistik machbar ist, wenn Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und passende Rahmenbedingungen zusammenspielen. Entscheidend für den weiteren Hochlauf bleiben jedoch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Elektrisch betriebene Fahrzeuge sind in der Anschaffung nach wie vor deutlich kostenintensiver als konventionelle, verbrennerbetriebene LKW. Damit solche Lösungen künftig noch breiter in den Regelbetrieb kommen, braucht es weiterhin gezielte Fördermodelle sowie wirksame Anreizsysteme, wie beispielsweise eine stärkere Berücksichtigung emissionsarmer Antriebstechnologien bei öffentlichen Vergaben und Ausschreibungen. Das Mobilitätsministerium unterstützt die Elektrifizierung des Schwerverkehrs gezielt mit attraktiven Förderungen. Für die Anschaffung von insgesamt 44 E-Nutzfahrzeugen sowie den Ausbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur hat Saubermacher Förderungen in Höhe von 12,5 Millionen Euro beantragt. Auch in den kommenden Jahren setzt das Ministerium diesen Kurs konsequent fort: Für die Förderung der E-Mobilität stehen in den Jahren 2027 und 2028 insgesamt rund 330 Millionen Euro zur Verfügung. Damit werden Unternehmen dabei unterstützt, in klimafreundliche Technologien zu investieren und die Mobilitätswende aktiv mitzugestalten. Saubermacher setzt diesen Weg konsequent fort und schafft Schritt für Schritt die Voraussetzungen für eine leise, effiziente und emissionsärmere Abfallsammlung.

Zwei Vertreter stehen mit Ladesteckern neben einer Saubermacher-Ladestation, im Hintergrund ist ein E-POWER-Lkw mit Hinweis auf elektrischen Betrieb zu sehen. © Saubermacher/eap.at
Im Bild v.l.n.r.: Hans Roth, Saubermacher Gründer; Peter Hanke, Mobilitätsminister

Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur: „Die Elektrifizierung des Schwerverkehrs gewinnt in Österreich spürbar an Dynamik. Saubermacher hat Förderungen für insgesamt 44 E-Nutzfahrzeuge beantragt, 19 davon sind bereits im Einsatz. Dafür wurden Fördermittel in Höhe von 12,5 Millionen Euro für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur beantragt. Mit diesen Investitionen werden in den kommenden fünf Jahren rund acht Millionen Kilometer emissionsfrei zurückgelegt und beinahe 6.000 Tonnen CO eingespart. Das zeigt: Klimaschutz und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit gehen Hand in Hand. Als Mobilitätsministerium schaffen wir mit unseren Förderungen die richtigen Rahmenbedingungen und werden diesen Weg konsequent fortsetzen. Allein in den Jahren 2027 und 2028 stellen wir dafür rund 330 Millionen Euro für die Förderung der E-Mobilität bereit.“

Hans Roth, Saubermacher Gründer: „Der Ausbau an unserem Standort in Wien zeigt, dass der Umstieg auf alternative Antriebstechnologien nicht nur neue Fahrzeuge, sondern auch die passende Infrastruktur braucht. Elektrische Entsorgungslogistik ist gerade in der Stadt ein wichtiger Schritt in Richtung emissionsärmerer und leiserer Sammlung. Unsere Kund:innen profitieren von modernen Lösungen, die zuverlässig funktionieren und gleichzeitig einen Beitrag zu mehr Lebensqualität leisten. Mit jedem zusätzlichen Fahrzeug und jedem neuen Ladepunkt bringen wir diese Entwicklung weiter in die Praxis.“

Berthold Kren, Segmentleiter Österreich Saubermacher: Saubermacher hat früh begonnen, elektrische Antriebe auch im Schwerlastverkehr praktisch einzusetzen. Damit nehmen wir in der Abfallwirtschaft eine klare Vorreiterrolle ein. Damit der Umstieg weiter an Tempo gewinnt, braucht es aber passende Rahmenbedingungen – von gezielten Fördermodellen bis hin zur stärkeren Berücksichtigung emissionsarmer Technologien in öffentlichen Ausschreibungen. Die Zukunft der Entsorgungslogistik ist digital und elektrisch – dafür schaffen wir, auch mit Unterstützung des Mobilitätsministeriums, Schritt für Schritt die Voraussetzungen.

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Junger Mann mit kurzen Haaren und verschränkten Armen sitzt in einem modernen Büro vor einem Tisch und lächelt in die Kamera – Fotocredit: Martina Majland